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Der steinige Weg zum schriftlichen Examen – Teil 4

Finale! In den letzten Tagen verhielt sich mein Kaffeekonsum zum effektiven Lernen sehr antiproportional. Zudem habe ich mehr und mehr das Gefühl, je mehr Details ich versuche, in mein Kurzzeitgedächtnis zu packen, desto mehr geht gleichzeitig verloren. Jetzt, so kurz vor dem Prüfungstag macht sich aber eine gewisse Gleichgültigkeit breit. Man verliert ein wenig das Gefühl, man „müsse jetzt noch ganz viel lernen“. Dafür ist schlicht und ergreifend keine Zeit mehr und ich denke das ist auch gut so. Die „Generalprobe“, d.h. das Kreuzen des letzten Examens lief ganz gut. Bestanden hätte ich locker, mal sehen, inwieweit sich das auf meine richtige Prüfung überträgt. Was ich mir für die Prüfungstage selber vorgenommen habe, steht auch schon auf einem Zettel, der auf meinem Schreibtisch liegt:

  1. ZEIT: Aktuell brauche ich für eine Frage im Schnitt eine halbe Minute. Da schleichen sich natürlich massenhaft Flüchtigkeitsfehler und übersehene Infos in den Fallbeschreibungen bzw. Fragetexten ein. Zudem haben wir 5 (!) Stunden Zeit für gut 106 Fragen pro Tag. Das ist EXTREM VIEL! Mein Ziel ist es, ca. 2 ½ Stunden mindestens in diesem Prüfungsraum zu sitzen, um nicht doch noch irgendwelche Geistesblitze zu verlieren, die mir bei problematischen Fragen kommen.
  2. ESSEN: Was nehm ich mit, was soll ich trinken? Das Medizinstudium geht zur Neige und so richtig weiß ich immer noch nicht, wie es richtig geht. Fakt ist, Traubenzucker alleine ist physiologischer Blödsinn. Der flutet für 10 Minuten an und dann geht’s straight down! Also, habe ich mich für die Smoothie /Wasser-Variante entschieden, plus eine berühmte gelbe Frucht mit der noch berühmteren Krümmung. Das wird bestimmt super! Für den letzten Tag nehme ich vielleicht noch ein Fläschchen Bier mit, da muss ich aber erstmal in der Prüfungsordnung schauen, ob das erlaubt ist. Ich fürchte ja, dass nicht… J
  3. COOL BLEIBEN: Ich habe dieses Studium bisher ohne größere Stolpersteine gemeistert, warum sollte es jetzt am Ende bei einer Prüfung, die eine Durchfallquote von 2-10% hat, anders sein? Die Note spielt keine Rolle, soviel ist klar und der Großteil der Studenten wird eine 3 im schriftlichen Examen schaffen. Es bleibt dabei: ALLES WIRD GUT!

  Also, unterm Strich bleibt eine recht anstrengende Zeit seit Weihnachten und Spaß hat es nur sehr, sehr bedingt gemacht. Ich denke, alle Examenskandidaten sind sehr froh, wenn dieser Teil des Studiums vorbei ist. Dann geht’s drei Wochen in den Urlaub und dann wird’s sehr, sehr spannend. Erste Gehversuche im PJ, da werde ich mir sicher an dem ein oder anderen Tag meinen Schreibtisch und ein paar MC Fragen herbeiwünschen. J Macht’s gut! Pascal, Essen