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Tipps für die Vorklinik

Der Beginn des Studiums ist für jeden etwas ganz besonderes, egal ob man frisch von der Schule kommt oder bereits etwas anderes, beispielsweise eine Ausbildung, gemacht hat. Da stellen sich anfangs viele Fragen. Ich möchte euch hier ein paar Tipps geben, was meiner Meinung nach in der Vorklinik wichtig ist:

  1. Versucht, auch wenn das Heimweh manchmal groß ist, in der ersten Zeit nicht zu häufig nach Hause zu fahren. Sonst ist es schwierig, sich auf den neuen Wohnort einzustellen und neue Bekanntschaften zu knüpfen. 
  2. Falls ihr in einem Studentenwohnheim wohnt, könnt ihr ruhig die Studenten aus den höheren Semestern fragen, wenn ihr Dinge über den Ablauf von Kursen oder Prüfungen habt. Die meisten freuen sich darüber, euch etwas erklären zu können. Ansonsten könnt ihr natürlich auch immer alles bei der Fachschaft nachfragen. 
  3. Nehmt euch Zeit, was den Kauf eines Lehrbuches angeht und kauft nicht überstürzt jedes Buch, das die Professoren empfehlen. Fragt am besten die Studenten aus den höheren Semestern, mit welchen Büchern sie gelernt haben. Und dann könnt ihr euch auch in der Buchhandlung oder in der BIB erst einmal ansehen, ob euch der Aufbau und Inhalt des Buches gefällt. Nicht jeder kann mit jedem Buch gleich gut lernen. Das ist häufig Geschmacksache und abhängig vom Lerntyp. 
  4. Wenn ihr nicht unbedingt auf das Geld angewiesen seid, versucht in den ersten Semestern nicht zu viel neben dem Studium zu jobben. Gerade am Anfang muss man sich auf das selbständige Lernen zu Hause und die vielen Prüfungen am Ende des Semesters gewöhnen. Dies kostet viel Zeit und Kraft. Wenn man dann parallel noch viel arbeitet, läuft man Gefahr, nicht mehr hinterher zu kommen. In den Semesterferien bzw. nach dem Physikum hat man ja aber meist genug Zeit zum arbeiten; es gibt ja auch einige Jobs, beispielswiese als Werkstudent, die man auch nur auf die Semesterferien begrenzt machen kann.
  5. Sucht euch einen Ausgleich neben dem Studium. Ob das Sport, das Lernen einer neuen Fremdsprache oder das Treffen mit Freunden ist, ist egal, Hauptsache ihr könnt dabei abschalten.
  6. Und nun der meiner Meinung nach wichtigste Tipp: macht euch nicht zu viele Sorgen. Es hört sich alles immer viel schlimmer an, als es dann tatsächlich ist. Die Prüfungen haben vor euch schon ganz viele andere bestanden. Und wenn ihr dann eine Prüfung rum habt oder das Semester zu Ende ist, legt alle Bücher weg und macht etwas schönes, was nichts mit Medizin zu tun hat!

Eure Anna