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Das erste Semester – die ersten Schritte ins Studium

Zuerst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu eurem Studienplatz!

Ihr habt euch erfolgreich beworben, eingeschrieben und nun steht es an, das erste Semester. Thematisch werdet ihr häufig auf naturwissenschaftliche Grundlagenfächer wie z.B. Physik und Chemie treffen. Je nach Uni habt ihr vielleicht auch Glück und bekommt erste kleine Einblicke in die Medizin. Doch wie geht man dieses erste Semester nun am besten an?

Zuerst ist es ratsam mögliche Einführungsveranstaltungen eurer Fachschaft oder Uni zu besuchen. Hier lernt man vor allem viele andere Leute kennen die im gleichen Boot sitzen und im Idealfall bekommt man auch viele nützliche Infos rund ums Studium. Macht euch direkt zu Anfang mit den von der Uni verwendeten Computersystemen vertraut (Wenn ihr das für die Kursbelegung nicht schon gemacht habt). Am besten unternehmt ihr auch mit einigen anderen Erstis eine „Wanderung über den Campus“: Guckt wo ihr euch am besten zum Lernen treffen könnt, wie funktioniert eure Bibliothek, wo gibt’s den besten Kaffee und das beste Essen? Genießt diese erste „Einführungszeit“ in der es weniger um fachliches geht als mehr um das Einleben in den Campus und die neue Welt.

So nun wisst ihr wo ihr da eigentlich gelandet seid und habt im besten Fall schon neue Bekannte / Freunde / Kampfgefährten gefunden. Irgendwann kommt ihr nicht mehr drum herum euch auch an die Fächer eures ersten Semesters zu machen.

Ihr werdet schnell feststellen, dass alles ganz anders läuft als damals in der Schule. Schon zu Beginn wart ihr selbst dafür verantwortlich euch anzumelden und auf dem Campus zurecht zu finden. Ich muss leider sagen, dass sich dies, wenn es ums Lernen geht nicht groß ändern wird. Viele Dozenten und Professoren vertreten die Meinung „friss oder stirb“, soll heißen: ihnen ist eigentlich egal wie ihr lernt, ob ihr lernt und im Grunde auch, ob ihr die Klausur besteht (solange nur genug bestehen). Das mag erschreckend klingen, aber auch das ist machbar wenn man sich drauf einlässt. Und es soll auch tolle Dozenten geben die hiervon eine Ausnahme bilden. Ich persönlich fand es total toll nun endlich alles selbst organisieren und machen zu können.

Da wir gerade beim Thema sind: Organisation ist die halbe Miete! Habt immer einen Blick auf euren Kalender und den Mail Account eurer Uni / Aushänge etc. Macht euch zur Not einen Terminplan mit Abgabeterminen für Hausarbeiten / Klausuren / Lerngruppen. Nichts ist ärgerlicher als eine Hausarbeit nicht zu bestehen weil man es schlicht weg vergessen hat. Auch hier müsst ihr nun auf eigenen Füßen stehen. Seht es als großen Schritt zu mehr Selbständigkeit und Freiheit.

Ich würde euch auch gerne davon abraten zu Beginn des Semesters ein Vermögen für Bücher auszugeben. Zum einen empfehlen die meisten Dozenten welche Literatur ihr euch am besten holen / benutzen solltet; zum anderen könnt ihr euch diese (meist stellen sie eine Auswahl vor) in der Bibliothek erst einmal ansehen. Um an dieser Stelle einen meiner Dozenten zu zitieren: „Schlagen Sie das Buch auf und schauen Sie sich die Abbildungen an. Wenn Ihnen diese zusagen können Sie es nehmen, der Inhalt ist eh der selbe“. Für manche Fächer reichen kleine Basic-Bücher, für manche werdet ihr leider um große Schinken nicht herum kommen. Fragt auch mal ältere Studenten welche Literatur sich für welches Fach / welchen Professor am besten eignet.

Jetzt habt ihr euch eingelebt, habt euch grundlegende Literatur beschafft (neu gekauft, gebraucht gekauft oder aus der Bib, je nach Vorliebe und Geldbeutel) und müsst euch nun dem Lernen stellen. Auch hier ist Individualität gefragt. Jeder lernt anders und dies könnt ihr nun an der Universität, an der ihr selbst fürs Lernen verantwortlich seid, endlich ausleben.

Eure Melanie

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  • Hallo Melanie, Sehr schöner Artikel, der die ersten Tage gut zusammenfasst, wie sie sein sollten. Nämlich entspannt. Dann kommt man auch an der Uni an und ins Lernen rein. Musste den Text leider nochmal lesen. Beim ersten Mal haben mich die fehlendes Kommas irritiert. ;) Angenehmes Studieren alle!